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Hofmann Gerhard


 

Wie viele Vogelliebhaber habe ich mich mit dem Virus der Vogelzucht in meiner Jugend infiziert und bin dieses auch nicht wieder losgeworden. Ich erinnere mich noch gut an den Tag, als ich mit meiner Mutter loszog, um Winter-Schuhe zu kaufen.

Im Schuhhaus gab es allerdings nicht nur die besagten Schuhe, nein, dort hing auch ein Käfig mit einem Pärchen Japanischer Mövchen. Nach dem Schuhkauf widmeten wir uns der viel interessanteren Frage, wie die Vögel ins Schuhgeschäft einzogen. Die Antwort war einfach - der Besitzer des Schuhgeschäfts war Vogelfreund Benedikt Gröber. Ein Blick hinter die Kulissen – in die Zuchtstube - reichte aus, um mich lebenslang mit dem Virus der Vogelliebhaberei zu infizieren.

 

Viele Jahre später sind Prachtfinken immer noch die Vögel, an denen mein Herz hängt, aber ich will nicht verschweigen, dass Cardueliden, Brillenvögel, Loris, Kolibris und - die Liste ließe sich noch beliebig erweitern -  nur deswegen nicht in meiner Anlage zu Hause sind, weil meine häufige Reisetätigkeit sich nicht mit einem Privaten-Vogelpark verträgt.

Bei den Prachtfinken haben es mir seit Jahren die afrikanischen Arten angetan. Zu meinen Lieblingen zählen die drei Schönbürzel-Arten, von denen ich sowohl Rotschwanz-, als auch Schwarzschwanz-Schönbürzel über mehrere Generationen gezüchtet habe. Daneben zählen Gelbbauchastrilde, nebst Grünen und Dybowkis Tropfenastrilden zu meinen Favoriten. Diese drei Arten waren ebenfalls jahrelang in meiner Zuchtanlage zu Hause und vermehrten sich auch reichlich über mehrere Generationen.  Auch allerlei Loris schmueckten meine Zuchtanlage und reproduzierten sich kräftig, aber das ist eine andere Geschichte. Leider musste ich all diese Arten abgeben, als uns ein Forschungsstipendium meiner Frau für knapp zwei Jahre nach Amerika verschlug. Als wir wieder mit der Vogelhaltung beginnen konnten, war die Importsperre in Kraft getreten und die meisten meiner heimlichen Favoriten waren plötzlich nirgends mehr oder zu schwindelerregend hohen Preisen zu bekommen.  Inzwischen sind in unser Haus, nach einem neuerlichen Umzug in den Nordwesten von England, mit der Hilfe von Zuchtfreunden wieder die ersten Prachtfinken eingekehrt.

 

Momentan beschränkt sich die Haltung auf mehrere Landschaftskäfige (2.0 x 0.6 x 0.8m) im Wohnbereich. Die Haltung im Wohnbereich kann natürlich nie in dem Ausmaß betrieben werden wie in einem dedizierten Zuchtraum. Da mein Hauptinteresse jedoch dem Beobachten und Erforschen des Verhaltens meiner Pfleglinge gilt, bietet diese Art der Haltung den unschlagbaren Vorteil, dass man reichlich Zeit mit den Vögeln verbringt und diese meist weit mehr an den menschlichen Beobachter gewöhnt sind als Vögel, die den Züchter nur kurz morgens zum Füttern und evtl. nochmals abends zu Gesicht bekommen. Ich liebe es, die Käfige und Volieren dem Habitat der Vögel im Freiland entsprechend einzurichten. So ist gewährleistet, dass die Vögel wenigstens einen Teil ihrer Verhaltensweisen ausleben können, und sich sicher fühlen.

 

Die Futtermischungen für meine Prachtfinken habe ich jahrelang selbst aus Einzelsaaten zusammengestellt, bin aber, seit ich bei der Fa. Blattner mein Futter beziehe, dazu übergegangen, die Mischung für Astrilde als Basisfutter für meine Afrikaner und Gemalten zu verwenden, während für Nonnen und Gouldamadinen die Mischung für Gouldamadinen das Basisfutter bildet. Daneben gibt es als Saaten noch unbeschränkt Knäuelgrassamen, sowie bei den Astrilden Mohair- und Rote Manna Hirse. Gekeimt wird bei mir in Erde. Dazu wird die Keimfuttermischung für Astrilde für drei Stunden in Wasser eingeweicht, dann gut durchgespült und mit Ferkelwühlerde bzw. Vogelerde oder Weißtorf vermischt. Die Mischung sollte sich leicht krümmelig anfühlen, ähnlich wie Weichfutter. Am nächsten Tag wird die Mischung verfüttert. Meist wird der Rest noch zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt und weiter verfüttert.

Beim Lebendfutter greife ich, u.a. wegen der Haltung im Wohnbereich, hauptsächlich auf Frostinsekten wie Buffalos und Pinkies, sowie selbst gesammelten Wiesenameisenpuppen zurück.  Häufig vermische ich die gefrosteten Insekten mit handelsüblichem Eifutter und diese Mischung wiederum mit dem Erde-Keimfuttergemisch. Diese Mischung wird während der Zucht neben halbreifen Gräsern und halbreifer Hirse mehrmals täglich frisch angeboten.

Zur Mineralienversorgung greife ich auf handelsüblichen Grit, gemischt mit zerkleinerten Eierschalen (vorher in der Backröhre sterilisiert), sowie Bruchstücken von Taubenstein zurück.

Frisches Bade- und Trinkwasser steht meinen Vögeln selbstverständlich ständig zur Verfügung .